Buenos Aires, Asunción, Ciudad del Este, Iguazú/ „Reisende soll man nicht aufhalten.“

Feliz Pascua – Frohe Ostern. Ich habe schon seit einer Weile nichts mehr von mir hoeren lassen. Das liegt daran, dass ich im Maerz viel gereist bin.
Zuletzt waehrend der Semana Santa (Karwoche) fuer ein paar Tage Campingurlaub zum Nationalpark von Ipycuí, der fuer seine zahlreichen Wasserfaelle bekannt ist. Die offiziellen Feiertage der Karwoche sind hier uebrigens Donnerstag und Freitag, Montag ist eine ganz normaler Arbeitstag. Ausserdem verzichtet der Grossteil der Paraguayer, obwohl katholisch getauft, Karfreitag nicht auf ihr geliebtes Carne. Der Heisshunger auf Fleisch ueberwiegt also goettlichen Vorgaben. Ostern ist hier eine ruhige Zeit, die man mit der Grossfamilie verbingt oder zusammen fuer ein paar Tage wegfaehrt. Braeuche, wie Ostereier anmalen und suchen gibt es hier kaum. Auffaellig ist auch, dass Geschaefte kaum Osterdekoration hatten. Wie auch schon an Weihnachten habe ich festgestellt, dass Ostern hier nicht so kommerzialisiert ist wie in Deutschland.

das Wahrzeichen von Baires: el obelisco

Der Hoehepunkt des Maerz war natuerlich die Reise nach Buenos Aires und das dortige Wiedersehen mit meinen Eltern. Diese hatte ich sieben Monate lang nicht gesehen und so gab es einiges zu erzaehlen. Buenos Aires an sich ist aber auch immer einen Besuch wert. Die Metropole, die zusammen mit ihrem Umland 13 Million Einwohner hat, ist eine der modernsten Staedte Suedamerikas. Es gibt viele Hochhaeuser, ein U-Bahn-Netz und breite Strasse, sogar eine 12-spurige-Einbahnstrasse. Fuer mich, als jemand der an Asunción gewoehnt ist, war es sehr beeindruckend, da Baires deutlich sauberer groesser und schoener ist. Im Innenstadtbereich wirk Baires naemlich wie eine Grossstadt der 1.Welt. Ueber die Einwohner von Buenos Aires laesst sich sagen, dass sie sehr viel Wert auf ihr Erscheinungsbild legen. Ich habe z.B. noch nie so viele Leute mit einer RayBan-Sonnenbrille gesehen.
Waehrend der Woche unternahmen wir sehr viel und hatten die Moeglichkeiten neben den gewoehnlichen Sehenswuerdigkeiten auch die dortige Fabrik von Volkswagen und das Stadion des argentischen Rekordmeisters Riverplate zu besichtigen.

auf dem Trainerstuhl von Riverplate: Probesitzen fuer die Zukunft?

Fuer einen Tag fuhren wir mit der Faehre Buquebus ueber den Rio de la Plata nach Colonia, Uruguay. Colonia ist ein kleiner, verschlafener Ort, der fast ausschliessich von Tourismus lebt. Hier ist es so ruhig, dass man sich eigentlich nicht vorstellen kann, dass sich am anderen Flussufer die hetzige Grossstadt Baires befindet. Leider habe ich meine Kamera waehrend der Woche in Buenos Aires verloren, sodass ich kaum Fotos habe, die ich hier presentieren kann.

illuminierter Itaipu-Staudamm bei Nacht

Nach der Zeit in Buenos Aires besuchten mich meine Eltern noch fuer 10 Tage in Paraguay und wohnten auch bei meiner Gastfamilie im Haus. Mir ist vorallem in dieser Zeit aufgefallen, wie sehr ich mich schon an die Latinokultur angepasst habe. Meine Eltern mussten sich erst daran gewoehnen, dass die meisten Menschen hier zwar offen und freundlicher, auf der anderen Seite aber viele ihrer Aussagen sehr unverbindlich sind. Den groessten Teil der Zeit verbrachten wir in und um Asunción, ueber ein Wochenende fuhren wir auch nach Ciudad del Este. Dort konnte ich mir auf dem riesigen Schwarzmarkt eine neue Kamera kaufen. Wir besuchten das Itaipukraftwerk und die Iguazu-Wasserfaelle, diese sind die breitesten der Welt, allerdings nicht ganz durchgaengig. Der Urlaub mit meinen Eltern war eine schoene und erholsame Zeit und so war es schon ein wenig stressig nach drei ruhigen Wochen wieder ins Buero zurueckzukehren.

Aussichtsplatzform innerhalb Iguazus

Neues aus Tierraviva

In Tierraviva sind wir in der Endphase der Vorbereitungen auf die Gerichtsverhandlung der Xámok Kásek am Inter-Amerikanischen Gerichtshof fuer Menschenrechte. Die Anhoerung wird am 14. April in Lima, Peru stattfinden. Der Urteilsspruch wird 2 – 3 Monate spaeter verkuendet. Ich werde bei der Verhandlung anwesend sein und darueber berichten. Ich freue mich schon sehr darauf, den Prozess zu verfolgen, denn die Hauptaufgabe von Tierraviva war und ist die Rueckgewinnung des Landes, auf dem die Vorfahren der Indigenas einst lebten.

Das war soweit das Neuste. Der naechste Blogbericht kommt dann aus Peru. Zum Schluss noch etwas zum Schmunzeln:
Nach 5 Monten hochsommerlicher Hitze, hat hier nun der Herbst begonnen. Im Moment haben wir eine kuehlere Woche und die Temperaturen sind nun „nur noch“ um die 17°C – Paraguayer gehen nun nicht mehr ohne Jacke aus dem Haus und klagen ueber die „Kaelte“.

Saludos

N icolas

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