Ein einmaliger Geburtstag

Geburtstag im Sommer

Vergangen Freitag, den 19. Februar, war es mal wieder soweit, ich wurde mal wieder ein Jahr aelter. Ich habe an meinen Geburtstagen schon viel erlebt und waehrend meines Auslandjahres in Kanada war ich sogar an meinem Geburtstag Snowboarden. Aber dieser 21. Geburtstag war ein ganz besonderer, den ich immer in Erinnerung behalten werde:
Von meinen Arbeitskollegen hatte ich die Erlaubnis bekommen auszuschlafen und so kam ich erst gegen 11 Uhr ins Buero. Da es im Moment noch um die 30C warm ist, kam ich in T-Shirt, kurzer Hose und FlipFlops. Um 12 Uhr gab es dann, wie in Tierraviva an Geburtstagen ueblich, ein gemeinsames Mittagessen, bei dem fuer mich „De Los Cumplas Feliz“ gesungen wurde. Wie jeden Freitag machten wir danach unsere Radioshow, bei der ich, da am Ende noch etwas Sendezeit uebrig war, ein kleines Interview geben durfte. Nach der Arbeit ging ich, um mich ein wenig abzukuehlen, ins Schwimmbad meines Sportclubs.
Am Abend begann dann die Feier. Als Geschenk hatte meine Gasteltern einen

ein Staendchen und eine Torte fuer das Geburtstagskind

Grillabend fuer mich und meine Freunde versprochen. Und so trafen dann zwischen 21 und 22 Uhr langsam die ersten Gaeste ein. Ich hatte meine Freunde eingeladen und meine Eltern, wie es hier ueblich ist, die gesammte Grossfamilie dazu. Das Essen war sehr lecker und die dazugehoerigen Kaltgetraenke hatten meine Eltern auch bezahlt. Irgendwann nach Mitternacht ging die juengere Generation dann noch den Club Coyote feiern, wo wir bis in die fruehen Morgenstunden blieben.

Alles in allem war es ein sehr schoener Geburtstag, wahrscheinlich wird es mein erster und einziger im Sommer bleiben. Vielen Dank auch an dieser Stelle an all die Glueckwuensche, die ich aus Deutschland bekam. Das schoenste Geschenk, bekam ich uebrigens von einer meiner Tanten, ein Handtuch, das aussieht wie eine Paraguayflagge.

Skandal im OePNV
Wie schon im letzten Artikel angekuendigt moechte ich nun ueber die kriminellen Machenschaften der Busfahrer berichten. Ich hatte mich schon seit einiger Zeit gewundert, warum staendig Leute mit einem Notizbuch in den Bus einsteigen, dem Busfahrer kurz etwas mitteilen, dafuer dann ein wenig Geld kassieren und wieder aussteigen. Nun habe ich erfahren, dass diese Menschen  illegal als Zeitstopper arbeiten. An dieser Stelle muss ich kurz erklaeren, dass die Busfahrer in Paraguay kein festes Einkommen haben. Sie muessen pro Tag eine Mindestanzahl von Passagieren transportieren. Jeder Passagier, denn sie darueber hinaus mitnehmen, ist dann ihr Profit. Da es keine festen Fahrplaene gibt, muss sich jeder Busfahrer ueberlegen, wie er auf seiner Fahrt möglichst viele Passagiere mitnehmen kann. Dazu bezahlt er die Zeitstopper. Diese stehen an ausgewaehlten Orten und sagen ihm, wann der letzte Bus derselben Linie oder einer Linie mit aehnlicher Route vorbeigekommen ist. Dementsprechend kann der Fahrer dann entscheiden, ob er schneller faehrt, um den vorherigen Bus zu ueberholen oder langsamer in der Hoffnung, dass es spaeter mehr Passagiere gibt. Die Zeitstopper sind zwar vom Gesetz und vom Busunternehmen verboten, aber Leser meines Blogs wissen ja bereits, dass in Paraguay Gesetz und Wirklichkeit auseinanderliegen. Manch einer mag sich an dieser Stelle auch fragen, warum die Busfahrer keine Gewerkschaft gruenden und den internen Konkurenzkampf  beenden. Darauf hab ich auch keine Antwort gefunden.

Zum Schluss moechte ich noch folgendes erwaehnen.

      • Mein Blog hat es auf Platz 27, bei der Wahl der 100 besten Blogs ueber interkulturelle Erfahrungen und Austausch geschaft.
      • Die Website von Tierraviva steht kurz vor der Veroeffentlichung. Deshalb hier schon mal ein erster exklusiver Eindruck vom neuen Design: http://www.tera.com.py/tierraviva/4/
      • Das Buero ist voll mit den Vorbereitungen auf die Gerichtsverhandlungen der Xamok Kásek am Inter-Amerikanischen Gerichtshof fuer Menschenrechte beschaeftigt.

Ab heute abend habe ich offiziell  Urlaub. Ich fliege am Sonntag nach Buenos Aires, wo ich mich mit meinen Eltern treffen werde. Nach einer Woche komme ich dann mit ihnen zurueck nach Asuncion. Sie werden fuer 10 Tage bei meiner Gastfamilie wohnen und wir werden einige Sehnswuerdigkeiten, wie z.B. die Iguasu-Wasserfaelle besuchen gehen. Natuerlich werden Sie auch  Tierraviva kennenlernen und ein Besuch im Chaco ist neben vielem Anderen auch geplant.

Saludos

Nicolas

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