Los primeros días

Am Donnerstag abend sind wir losgeflogen. Das Flugzeug hatte 50 Minuten Verspatung und so sind Jan, Steffi(zwei weitere Weltwaerts-Freiwillige) und ich nach einen Trip von 21 Stunden um 10 Uhr Ortszeit in Asunción am Flughafen angekommen. Dort wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt.

Als Erstes ist mir aufgefallen wie die Leute hier Auto fahren und wieso AFS es uns verboten hat: Niemand blinkt

wenn er die Spur wechselt, dementsprechend ueberraschend ist es wenn jemand einscheren will. Kaum jemand haelt Abstand zum Vordermann und auf der Autobahn wird rechts ueberholt, obwohl das verboten ist.

Die Stadt an sich, soweit ich sie bis jetzt gesehen habe, erinnert nicht umbedingt an ein 3.Welt-Land. Die meisten Strassen sind geteert und in einem recht ordentlichen Zustand, allerdings gibt es Schlagloecher. Steffi, die ausserhalb von Asunción lebt, hat mir erzaehlt, dass der Zustand der Strassen auf dem Land deutlich schlechter ist. Auffaellig ist auch, dass es in der Innenstadt von Asunción viele Einbahnstrassen und wenige Ampel gibt. An vielen Stellen fehlen ein paar Meter geteert

er Buergersteig, dort ist dann nur Sand oder Geroell. Und es liegt auf vielen Strassen Muell. Denn die meisten Menschen werfen, wenn sie unterwegs sind, Muell, wie Cola-Dosen, einfach auf die Strasse oder in den naechsten Vorgarten. Zudem neigen viele Maenner dazu einfach auf die Strasse zu pissen, anstatt sich eine Toilette zu suchen.

Obwohl in und um Asunsión fast 2 Milionen Menschen leben, kommt es einem nicht so vor als wuerde man ein einer Metropole leben, da es meist zielich ruhig ist und auch auf den Strassen sich keine Masse von Menschen tummelt. Eine U-Bahn oder

Zuege gibt es nicht, dafuer viele Buslinien.

Von Kriminalitaet habe ich bis jetzt nichts mitbekommen. Das liegt aber sicherlich daran, dass meine Familie downtown in einer sehr ruhigen Gegend lebt. Die Kriminalitaet kommt vorallem in Problemvierteln vor. Deshalb hat meine Familie mir verboten mich in der Wohngegend um den Fluss Rio Paraguayo aufzuhalten, da es dort zu gefaehrlich ist.

Meine Familie ist sehr freundlich und hilfsbereit. Sie haben schon in den Briefen an mich geschrieben

Unser Haus

Unser Haus

, dass sie mich wie einen Sohn behandeln werden. Wir wohnen in einem grossen Haus und ich habe mein eigenes Zimmer bekommen. Einen Securitymann gibt es nicht, nur einen hohen Zaun.

Die Eltern Mariza (52) und Enrique(53) scheinen wohlhabend zu sein. Enrique arbeitet in der Ciudad del Este bei den Itqipú-Wasserfaellen in einem Wasserkraftwerk. Er ist nur am Wochenende da. Mit Ihm habe ich bis jetzt nur am Telefon gesprochen. Mariza ist Hausfrau. Der aelteste Sohn (31), der auch Enrique heisst wohnt in Argentinien und hat eine sechs-jaehrige Tochter.

Hier ist es ueblich, dass Kinder bis sie verheiratet sind noch zuhause wohnen. Deshalb wohnen Tania (27) und Diego (21) auch noch hier.Tania studiert Geschichte und Diego arbeitet fuer eine Tankstellenfirma. Mit Diego war ich am Samstag bei einem Fussballspiel von Cerro, seiner Lieblingsmannschaft, die 2009 die Meisterschaft gewonnen hat. Er hat mir auch gleich ein Trikot von Cerro geschenkt. Es hat zwar viel Spass gemacht, sich das Spiel in der Stehkurve anzuschauen, aber so toll wie die Bundesliga ist es dann auch nicht.

Der juengste Sohn (16) heisst Ahmed er wird im Semptember fuer ein Jahr nach Deutschland gehen. Er wohnt dann in einer Kleinstadt in der Naehe von Bremen.

Ohne ihn waere ich hier total verloren. Er ist der Einzige aus der Familie, der fliessend englisch spricht. Deshalb muss er oft ueberstetzen was die anderen mir sagen. Die anderen warten dann geduldig bis ich es verstanden habe.

Das Bett im meinem Zimmer war 15 cm zu kurz fuer mich, freundlicherweise hat sich Tania bereit erklaert mit mir Betten zu tauschen. Ahmed hat mir geholfen das neue Bett ueber den Balkon in mein Zimmer zu heben, weil die Treppe zu eng war.

Am Samstag war ein Treffen im AFS-Buero, bei dem wir Freiwillige nochmal ueber die Kultur, die Guarani (Indigenebevoelkerung), Matetee und die hier typischen Handzeichen gesprochen haben. Dort haben wir auch erfahren, dass Paraguay das von allen suedamerikanischen Laendern am meisten Macho-gepraegte Land ist. Ausserdem neigen die Paraguayos wohl dazu, ziemlich faul zu sein.

Bis jetzt gefällt es mir hier sehr gut. Das einzige, was stoert, ist das Wetter: Es regnet oft in Stroemen und dazu kommt noch ein ziemlich kuehler Wind. Aber was solls: ab September soll es richtig warm werden.

Ausserdem hat mich verwundert, wie puenktlich alle hier sind. Mir wurde ein allumfassendes Zuspaetkommen prophezeit, mich daran zu assimilieren, würde mir nicht schwerfallen. Bis jetzt war aber alles im Zeitplan. Naja, soweit die ersten Eindruecke.

Hasta Luego

Nic

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2 Antworten to “Los primeros días”

  1. Gabi Prein Says:

    Hi, Nic, das klingt doch ganz gut! Finde sehr spannend, was Du erzählst. Es sind ja erst die allerersten Eindrücke – das wird ja alles noch viel interessanter, wenn Du an Dein eigentliches Arbeitsgebiet kommst.
    Ich freue mich auf weiter news und grüße aus dem warmen (!) Frankfurt!
    Herzlich, Gabi
    Peter grüßt aus berlin (wo es natürlich alles viel toller ist. Grins!)

  2. Gabi Prein Says:

    Hi, Nic, das klingt doch ganz gut! Finde sehr spannend, was Du erzählst. Es sind ja erst die allerersten Eindrücke – das wird ja alles noch viel interessanter, wenn Du an Dein eigentliches Arbeitsgebiet kommst.
    Ich freue mich auf weiter news und grüße aus dem warmen (!) Frankfurt!
    Herzlich, Gabi
    Peter grüßt aus berlin (wo es natürlich alles viel toller ist. Grins!)

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